DEKRA Gutachten anfechten

DEKRA Gutachten anzweifeln und anfechten ?

Die DEKRA ist jeden Autofahrer von der zweijährigen Hauptuntersuchung bekannt. Jeder hält viel von deren Meinung und vertraut auf die Meinung der DEKRA bei Gebrauchtwagenkauf.

Sicherlich ist es möglich das einer solch großen Organisation mal etwas unregelmäßig läuft und daher anzuzweifeln ist.

Noch vor Jahren habe ich mich persönlich mit der Qualitätssicherung der DEKRA über Probleme unterhalten und man hat sich dieser angenommen und die Sachlage erklärt. Ab 2018 bekomme ich nur noch die Meldung, das es sich um eigenständige Niederlassungen handelt auf welchen die Hauptstelle keinen Einfluß nehmen kann.

Wer seinen Unfallschaden als kalkulatorischen Schaden regulieren lässt oder die DEKRA als sogenannten Prüfgutachter der Versicherung anzweifelt kann hier weiter lesen.

Unfallanalytische Gutachten für Straf- und Zivilprozesse

Wer in einem Verkehrsunfall verwickelt ist und sich einem Strafverfahren oder Zivilklageverfahren stellen muss ist nicht selten mit der DEKRA in Kontakt.

„Ziel analytischer Gutachten ist es, Geschehensabläufe bei Unfällen und Schäden zu rekonstruieren und die Ursachen in technischem Sinne festzustellen. Diese sind Grundlage für juristische Entscheidungen im Rahmen von Straf- oder Zivilprozessen.“

DEKRA sorgt für Rechtssicherheit

Wenn Sie das DEKRA Gutachten anzweifeln und anfechten wollen so liegt Ihnen der Slogan schwer im Magen.

Analytische Gutachten zu
Unfall- und Verkehrsabläufen.
Ein klarer Fall für DEKRA.

Da die DEKRA hier unter dem gesetzlichen Mantel einer sonstigen öffentlichen Einrichtung steht und bekannt ist aus der KFZ – Hauptuntersuchung wird der DEKRA eine hohe Stellung zugesprochen.

Die DEKRA wird sehr gerne von der Polizei und Staatsanwaltschaft eingesetzt, um ein unfallanalytisches Gutachten nach einem Verkehrsunfall zu erstellen. Mit Erfolg, wie eine Vielzahl von Strafanträgen und Strafprozessen zeigt, welches die DEKRA untersuchte.

Doch liegen die Sachverständigen damit immer richtig ?

Fehlerquelle Sachverständigengutachten der DEKRA !

DEKRA Gutachten können auch Fehler enthalten. Nicht selten sind DEKRA Unfallgutachten nicht transparent, da Ausführungen dazu fehlen, wie der DEKRA Sachverständige seine Ergebnisse errechnet hat. Aufgabe des DEKRA Sachverständigen ist es, die Grenzen des technisch Möglichen zu ermitteln, nicht dagegen, in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, wer die Schuld an einem Unfall trägt. Letzteres ist ausschließlich Aufgabe des Richters.

DEKRA Gutachten zu Verkehrsunfällen sollten daher kritisch hinterfragt und gegebenenfalls inhaltlich durch mich überprüft werden.

Bei der DEKRA Fachbereich unfallanalytische Gutachten u. Unfallanalysen / Unfallgutachten handelt es sich meist nicht um einen öffentlich bestellten vereidigten Sachverständigen für Unfallrekonstruktionen. Eine Priveligierung nach dem Kraftfahrzeugsachverständigengesetz (KfSachvG) ist kritisch zu hinterfragen. Die teilweise von den Gerichten und Staatsanwaltschaften beauftragten Unfallgutachten der DEKRA sollten daher von Ihren Rechtsanwalt und Verteidiger inhaltlich hinterfragt werden, da diese unfallanalytischen Gutachten „vorwiegend keine rechtliche Privilegierung“ besitzen.. Meist stehen diese „Auswahlgutachter“ im direkten Wettbewerb mit Privatgutachter.

Amtlich anerkannte Sachverständige und amtlich anerkannte Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr haben ihre amtliche Anerkennung  zur Durchführung von Untersuchungen einschließlich Ein- und Anbauabnahmen an Fahrzeugen nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (§22 KfSachvG).

Die Unfallrekonstruktion der DEKRA und die erstatteten Unfallgutachten der DEKRA sind auch nicht im zivilrechtlichen Verfahren nach § 404 ZPO privilegiert, da der Fachbereich keiner amtlichen Überwachung oder Qualifikation untersteht. Zwar werden nach § 404 ZPO Behördengutachten und Gutachten sonstiger öffentlicher oder privater Einrichtungen aufgeführt, dennoch sollte die Sachverständigenauswahl nach der Qualifizierung des Fachbereichs hinterfragt werden.

Ich prüfe vorab kostenlos und unverbindlich unfallanalytische Gutachten der DEKRA, wenn Sie den Verdacht haben das das unfallanalytische Gutachten fehlerhaft und damit falsch ist.

Stellungnahme anhand eines BeispielesNicht selten stehe ich in der Kritik mit meinem Beitrag gegen die DEKRA zu instrumentalisieren und einen finanziellen Gewinn daraus zu schöpfen. Hierzu weise ich darauf hin, das ich nur anmerkend darauf hinweise, diese Gutachten kritisch zu prüfen.
Diese Vorabprüfung erfolgt durch mich unverbindlich und kostenlos. Eine Auftragsannahme ergeht erst, wenn offensichtliche Fehler des Gutachtens bestehen.

Beispiel 1

Dekra Gutachten anfechten anzweifeln

Im Beispielfall 1 kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall zwischen einen querenden Radfahrer und einem PKW auf einer Landstraße mit Geschwindigkeitsbeschränkung 70 km/h. Bei diesem Fall erlag der Radfahrer seinen Verletzungen und es erfolgte eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge.

Der Vorwurf: Aufgrund seiner überhöhten Geschwindigkeit des Pkw`s zwischen 97-104 km/h hat sich der Autofahrer schuldig gemacht, den querenden Radfahrer mit 15 km/h getötet zu haben. Als Beweismittel gab es eine 52m lange Bremsspur des Fahrzeuges.

Auf den ersten Anschein ein klassischer Fall von überhöhter Geschwindigkeit. Auch ist die überhöhte Geschwindigkeit anhand der Bremsspur rechnerisch womöglich manifestiert. Das DEKRA Gutachten hat sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt, aber einen entscheidenden Fehler gemacht.

Der Radfahrer mit 15 km/h = 4,16 m/s überquert die Fahrbahn mit 7,80 m Fahrbahnbreite unter 2 Sekunden, hingegen der ausschließliche Bremsvorgang des PKW`s bei 100km/h, 52m Bremsweg genau 3,74 Sekunden dauert. Addiert man zur Berechnung des Anhalteweges 1 Sekunde Reaktion hinzu, so ergeben sich knappe 5 Sekunden.

Das bedeutet: Wenn der Radfahrer 2 Sekunden zur Querung benötigt, hingegen der PKW 5 Sekunden vor dem Unfall reagiert, dann hat der Autofahrer bereits 3 Sekunden vor der Radfahrerquerung auf den querenden Radfahrer reagiert ? oder erfolgte die Reaktion auf Erkennen der Radfahrerquerung ? dann wäre der Radfahrer bereits mehr als 3 Sekunden hinter der Kollisionsstellung.

3 Sekunden Unterschied in einem dynamischen Verhältnis zur Kollision sind auf den ersten Anschein fehlerhaft.

Lösung: Die Geschwindigkeit beider Unfallbeteiligter wurde fehlerhaft ermittelt. Ohne näher auf Details einzugehen wurde die PKW-Geschwindigkeit mit 73,43 km/h ermittelt und der Verkehrsunfall stellt sich anders da, als das Gutachten den Unfall beschreiben möchte.

Auch wenn Gutachten plausibel und für den Laien darstellbar sind, so liegen die Fehler im Detail und sollten fachlich geprüft werden.